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Menschen, die Herz zeigen und sich für andere in ihrem Umfeld einsetzen, sind unersetzlich und wertvoll für die Gesellschaft.
Vom 14. bis 22. September  2018, der offiziellen Woche des bürgerschaftlichen Engagements, ruft dm-drogerie markt in ihren dm-Märkten in Deutschland dazu auf, zwischen jeweils zwei lokal engagierten Spendenempfängern abzustimmen und sich so für eine lokale Organisation einzusetzen. Im Fokus der Aktion steht die Sichtbarmachung des vielfältigen gesellschaftlichen Engagements. Die insgesamt rund 3.800 lokalen Spendenempfänger, denen dm mit dieser Aktion eine Plattform gibt, stehen dabei beispielhaft für den Einsatz vieler Menschen und Organisationen in Deutschland.

 Wir, die Weinstadt Tafel, bedanken uns beim dm-drogerie markt, dass wir als lokal engagierter Spendenempfänger bei dieser „Herz zeigen“ Aktion mitmachen dürfen und wir würden uns freuen, wenn recht viele dm-Kunden im Zeitraum vom 14. bis 22. September  für uns und unsere ehrenamtliche Arbeit stimmen würden. Die Weinstadt Tafel ist schon lange Spendenpartner beim dm-Markt Endersbach in Weinstadt und ist froh, dass wir unseren Kunden, die in unseren Tafelladen kommen auch Toiletten- und Kosmetikartikel zum Verkauf anbieten können, welche wir als Spende vom dm-Markt erhalten haben.

Die Weinstadt Tafel gibt es dieses Jahr schon 10 Jahre. An drei Tagen in der Woche können Menschen mit geringem Einkommen, bei der Tafel für kleines Geld gespendete Lebensmittel und andere Dinge einkaufen, die im täglichen Leben gerbraucht werden. Die Tafel ist sozusagen eine Brücke zwischen Armut und Überfluss und bemüht sich mit rund 70 ehrenamtlichen Helfern für einen ehrlichen Ausgleich. Die Weinstadt Tafel will helfen, dass diese Menschen eine schwierige Zeit überbrücken können und gibt ihnen dadurch Motivation und Hilfe für die Zukunft.

Nach einem Treffen mit Vertreter und Vertreterinnen von 25 Obdachloseneinrichtungen im Schöneberger Rathaus hat sich 1993 die Berliner Tafel, die erste Tafel Deutschlands,  gegründet. Damals ahnte niemand, dass aus dieser Idee eine bundesweite Bewegung mit fast 1.000 Tafeln werden würde. Allein die Berliner Tafel unterstützt mittlerweile jeden Monat rund 125.000 bedürftige Menschen.

Das Fest zum Jubiläum findet am Gründungsort vor dem Schöneberger Rathaus am 9. September 2018 statt.

Lesen Sie mehr dazu auf der Webseite der Berliner Tafel.

Der Vorstand und die Mitarbeiter der Weinstadt Tafel gratulieren der Berliner Tafel herzlich zum Jubiläum und wünschen den Berliner Kollegen alles Gute bei ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Die Tafel Deutschland e.V. hat eine Petition an den Bundesminister für Arbeit und Soziales gestartet mit der Forderung:

Wer sich nachweislich für viele Jahre ehrenamtlich engagiert hat,

soll künftig zusätzliche Rentenpunkte erhalten!

Aktuell haben über 4.000 Personen unterzeichnet.

 

Details dazu finden Sie in der Tafel-Petition "Rentenpunkte für das Ehrenamt" auf der Website der Tafel Deutschland e.V.

 

Sie können auch hier direkt unterzeichnenTafel-Petition auf weACT

Am Mittwoch den 7. Mai 2008 war es so weit. Nach einer kurzen Umbauzeit konnte in Benzach der Tafelladen erstmals seine Tür für die Kunden öffnen.

Am Donnerstag 15. Mai 2008 meldete dann die Stuttgarter Zeitung: „Der Weinstädter Tafelladen hat die Feuerprobe hinter sich. Jeweils etwa 25 Kunden haben das Angebot an den ersten Verkaufstagen genutzt. ...“

Seitdem wurden mehr als 55.000 Kunden von derzeit rund 80 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedient. In den 10 Jahren waren und sind weit über 200 Helferinnen und Helfer aktiv. Aktuell können etwa 500 bedürftige Menschen aus unserer Mitte jeden Tag Lebensmittel erhalten. Für sie alle ist die Tafel nicht nur wegen des tollen Angebots ein Fixpunkt in schwierigen Lebensphasen geworden. Wer zu den Tafeln kommt, mag arm sein. Würdelos ist er in Weinstadt deshalb keinesfalls.

Das Prinzip der Tafeln beruht auf einer ebenso genialen wie einfachen Idee: Mangel und Überfluss werden zusammengebracht. Die Tafeln stellen einen Ausgleich her. Sie transportieren das, was an der einen Stelle nicht mehr gebraucht wird, da hin, wo es noch gut gebraucht werden kann.

 Der Einladung in den Trollingersaal der Remstalkellerei anlässlich des 10jährigen Tafeljubiläums folgten viele: Ehrenamtliche Helfer, Mitglieder, Geistliche, Oberbürgermeister, Stadträte sowie Sponsoren jeglicher Couleur (Lebensmittelhändler, Bäckereien, Bürger von Weinstadt und Umgebung, ortsansässige Firmen und Personen teilweise mit beträchtlichen finanziellen Beträgen) und Vertreter/innen befreundeter Nachbartafeln.

Bei herrlichem Sonnenschein und einem phantastischen Panoramablick auf die Großheppacher Weinberge wurden ab 17:00 Uhr die eintreffenden Gäste auf der Terrasse begrüßt.

 Herr Weckerle, Filialdirektor der Sparkasse in Endersbach, überreichte einen Spendenscheck über 500 Euro. Dafür an dieser Stelle nochmals ein herzliches DANKE im Namen des Vorstands und der Tafel-Mitarbeiter, auch für die nachhaltige Unterstützung von Anfang an. [Foto vom Scheck]

Eine besondere Freude waren auch die Gastgeschenke, die die Vertreter/innen der Nachbartafeln mitgebracht haben.

 

Bei einem Glas Sekt konnte man auf der Terrasse erste Gespräche führen. Besonders gefreut haben sich viele aktive Mitarbeiter über die Begegnung mit ehemaligen Helfern, die alters- bzw. gesundheitsbedingt nicht mehr aktiv dabei sind.

Weiter ging es um 18:00 Uhr im Trollingersaal mit der Ansprache des Vorstands und Grußworten.

 

         

 Viele Laudatoren bedankten sich, jeder auf seine Weise und mit seinen individuellen Worten. Diese waren neben den beiden Vorständen Anton Zerfaß und Dr. Joachim Michelbach, unser OB Herr Michael Scharmann, Angie Reinecke (Vorstand im Landesverband der Tafeln in Baden-Württemberg e.V.), Pfarrer Heinz Schnürle, und Pfarrer Ludwig Mattes.

Bei den Ansprachen klang immer wieder einerseits Bedauern, dass auch 25 Jahre nach Gründung der ersten Tafel im reichen Deutschland immer noch Menschen auf das Angebot der Tafeln angewiesen sind, und andererseits Freude und Dankbarkeit über die vielen engagierten Menschen, die mit ihrem Einsatz den Betrieb der Tafeln sicherstellen.

Pfarrer Rainer Köpf, der derzeit an der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald an einem Kontaktsemester teilnimmt, hat in Abwesenheit mit nachstehendem Gedicht die Tafelarbeit gewürdigt:

Auf Kanzeln und bei Kirchenleuten tut man mit Fingern manchmal deuten, auf den „modernen Menschen“: Seht, wie er nur eigne Wege geht und gottlos nur für sich da ist, ein wahrlich rechter Egoist.

Doch ist das nicht ein falsch Klischee? Hat Jesus nicht, wenn ich’s recht seh, Gelähmte Menschen aufgericht zu stehn auf eignen Füßen nicht?

Die Tafel zeigt uns wahrlich heute moderne, nette, kluge Leute, die haben Kopf, Herz und Verstand und tun etwas für unser Land.
Sie geben Zeit und viel Ideen: Es soll der Welt doch besser gehn. Sie tun, was Jesus von uns will und machen es galant und still.

Auch wenn ich grad studieren muss, so kommt doch hiermit auch mein Gruß, Ich sage Dank und staun‘ oho, macht bitte einfach weiter so!

Es grüßt aus Greifswald dies Geschöpf: Er nennt sich Pfarrer Rainer Köpf.

Das Gedicht hat Dr. Joachim Michelbach vorgetragen.

 

Nach den Ansprachen gab es ein vorzügliches Essen von DfM (Dienste für Menschen) und bei guten Weinen viele Gespräche miteinander.

 

 

Beim Verabschieden hieß es immer "macht weiter so, wir brauchen Euch!". Ein gelungenes Tafeljubiläum für eine große Leistung!

 

Übrigens:

 

Anton Zerfass, Dr. Joachim Michelbach, Antonios Spyropoulos