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Am Mittwoch den 7. Mai 2008 war es so weit. Nach einer kurzen Umbauzeit konnte in Benzach der Tafelladen erstmals seine Tür für die Kunden öffnen.

Am Donnerstag 15. Mai 2008 meldete dann die Stuttgarter Zeitung: „Der Weinstädter Tafelladen hat die Feuerprobe hinter sich. Jeweils etwa 25 Kunden haben das Angebot an den ersten Verkaufstagen genutzt. ...“

Seitdem wurden mehr als 55.000 Kunden von derzeit rund 80 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedient. In den 10 Jahren waren und sind weit über 200 Helferinnen und Helfer aktiv. Aktuell können etwa 500 bedürftige Menschen aus unserer Mitte jeden Tag Lebensmittel erhalten. Für sie alle ist die Tafel nicht nur wegen des tollen Angebots ein Fixpunkt in schwierigen Lebensphasen geworden. Wer zu den Tafeln kommt, mag arm sein. Würdelos ist er in Weinstadt deshalb keinesfalls.

Das Prinzip der Tafeln beruht auf einer ebenso genialen wie einfachen Idee: Mangel und Überfluss werden zusammengebracht. Die Tafeln stellen einen Ausgleich her. Sie transportieren das, was an der einen Stelle nicht mehr gebraucht wird, da hin, wo es noch gut gebraucht werden kann.

 Der Einladung in den Trollingersaal der Remstalkellerei anlässlich des 10jährigen Tafeljubiläums folgten viele: Ehrenamtliche Helfer, Mitglieder, Geistliche, Oberbürgermeister, Stadträte sowie Sponsoren jeglicher Couleur (Lebensmittelhändler, Bäckereien, Bürger von Weinstadt und Umgebung, ortsansässige Firmen und Personen teilweise mit beträchtlichen finanziellen Beträgen) und Vertreter/innen befreundeter Nachbartafeln.

Bei herrlichem Sonnenschein und einem phantastischen Panoramablick auf die Großheppacher Weinberge wurden ab 17:00 Uhr die eintreffenden Gäste auf der Terrasse begrüßt.

 Herr Weckerle, Filialdirektor der Sparkasse in Endersbach, überreichte einen Spendenscheck über 500 Euro. Dafür an dieser Stelle nochmals ein herzliches DANKE im Namen des Vorstands und der Tafel-Mitarbeiter, auch für die nachhaltige Unterstützung von Anfang an. [Foto vom Scheck]

Eine besondere Freude waren auch die Gastgeschenke, die die Vertreter/innen der Nachbartafeln mitgebracht haben.

 

Bei einem Glas Sekt konnte man auf der Terrasse erste Gespräche führen. Besonders gefreut haben sich viele aktive Mitarbeiter über die Begegnung mit ehemaligen Helfern, die alters- bzw. gesundheitsbedingt nicht mehr aktiv dabei sind.

Weiter ging es um 18:00 Uhr im Trollingersaal mit der Ansprache des Vorstands und Grußworten.

 

         

 Viele Laudatoren bedankten sich, jeder auf seine Weise und mit seinen individuellen Worten. Diese waren neben den beiden Vorständen Anton Zerfaß und Dr. Joachim Michelbach, unser OB Herr Michael Scharmann, Angie Reinecke (Vorstand im Landesverband der Tafeln in Baden-Württemberg e.V.), Pfarrer Heinz Schnürle, und Pfarrer Ludwig Mattes.

Bei den Ansprachen klang immer wieder einerseits Bedauern, dass auch 25 Jahre nach Gründung der ersten Tafel im reichen Deutschland immer noch Menschen auf das Angebot der Tafeln angewiesen sind, und andererseits Freude und Dankbarkeit über die vielen engagierten Menschen, die mit ihrem Einsatz den Betrieb der Tafeln sicherstellen.

Pfarrer Rainer Köpf, der derzeit an der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald an einem Kontaktsemester teilnimmt, hat in Abwesenheit mit nachstehendem Gedicht die Tafelarbeit gewürdigt:

Auf Kanzeln und bei Kirchenleuten tut man mit Fingern manchmal deuten, auf den „modernen Menschen“: Seht, wie er nur eigne Wege geht und gottlos nur für sich da ist, ein wahrlich rechter Egoist.

Doch ist das nicht ein falsch Klischee? Hat Jesus nicht, wenn ich’s recht seh, Gelähmte Menschen aufgericht zu stehn auf eignen Füßen nicht?

Die Tafel zeigt uns wahrlich heute moderne, nette, kluge Leute, die haben Kopf, Herz und Verstand und tun etwas für unser Land.
Sie geben Zeit und viel Ideen: Es soll der Welt doch besser gehn. Sie tun, was Jesus von uns will und machen es galant und still.

Auch wenn ich grad studieren muss, so kommt doch hiermit auch mein Gruß, Ich sage Dank und staun‘ oho, macht bitte einfach weiter so!

Es grüßt aus Greifswald dies Geschöpf: Er nennt sich Pfarrer Rainer Köpf.

Das Gedicht hat Dr. Joachim Michelbach vorgetragen.

 

Nach den Ansprachen gab es ein vorzügliches Essen von DfM (Dienste für Menschen) und bei guten Weinen viele Gespräche miteinander.

 

 

Beim Verabschieden hieß es immer "macht weiter so, wir brauchen Euch!". Ein gelungenes Tafeljubiläum für eine große Leistung!

 

Übrigens:

 

Anton Zerfass, Dr. Joachim Michelbach, Antonios Spyropoulos