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Bundesverband Deutsche Tafel

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Mit folgender Geschichte nimmt unsere Tafel an einem Wettbewerb des Bundesverbandes teil:

Ein ganz "normaler" Tag: der 19. Dezember 2012 in der Weinstadt-Tafel

Ja, ein ganz normaler Tafel-Tag hatte es werden sollen, als Heinz Stanik und Robert Schweble an einem ganz normalen Mittwoch gegen 6:50 Uhr mit dem Tafel-Vito die Bäcker-Tour beginnen. "Normal" heißt für sie, zunächst bei den Bäckerein deren Spende abzuholen und danach mit vier weiteren Touren die Lebensmittelspenden zum Tafel-Laden zu bringen. Und sie wollen sich sputen, denn die Ware soll vor 10:00 Uhr im Laden sein, damit die Kolleginnen den Verkauf mit einem möglichst breiten Angebot ausstatten können.

"Normal" war aber schon nicht, dass sie von einem Team der Waiblinger Kreiszeitung begleitet wurden, die einen Bericht über die Arbeit der Tafel schreiben wollten. Da sollte halt alles perfekt klappen, denn so ein Bericht ist ja immer auch ein Aushängeschild - eine Werbung für die Tafel.

Aber schon beim ersten Bäcker passiert das Missgeschick. Heinz fährt wie gewohnt die abschüssige Rampe zum Eingang der Bäckerei hoch - das verkürzt die Wege und der Vito versperrt nicht die enge Durchgangsstraße vor der Bäckerei. Beim Aussteigen soll alles schnell gehen - und er vergißt in der Eile die Feststellbremse richtig zu betätigen. Und dann geht ́s leider ganz "normal" weiter: Verzweifelt versucht er - neben dem Vito herlaufend - aufzuspringen, um wieder auf den Fahrersitz zu kommen - wiederholte Versuche bleiben zunächst erfolglos. Er muß erleben, wie der ungebremste Vito rückwärts die Rampe herunterrollt, und - schlimmer noch - was keinesfalls "normal" ist - Robert hat die Beifahrertür in der Eile nicht geschlossen, und diese verkeilt sich nun in einen Smart, den eine Kundin der Bäckerei rechts neben dem Vito geparkt hat - bisher hatte dort noch nie ein Auto gestanden. Erst dann gelingt es Heinz mit letzter Kraft wieder auf den Fahrersitz zu kommen und den Vito zu stoppen. Zu spät, der Smart leicht beschädigt, der Vito aber schwer, weil die Beifahrertür durch die Wucht des Vito über den maximalen Öffnungswinkel hinaus gedreht worden war: sie ließ sich nicht mehr schließen. Damit war der ganze Fahrtag aus dem Tritt, aber - Gott sei Dank - war niemand verletzt worden.

Was blieb ihm übrig: Heinz benachrichtigte die Ladenleitung und weitere Kollegen. Er löste damit eine kollegiale Hilfsaktion aus, die für unsere Tafel erfreulicherweise völlig "normal" ist. Mehrere Kollegen ließen zuhause alles stehen und liegen und fuhren mit ihren privaten PKW‘s die Spender an - ein anderer organisierte bei einem Autovermieter einen Ersatz-Sprinter (denn einen Vito mit Kühlaufbau gibt es bei unseren Vermietern nicht) und übergab diesen dem Fahrerteam, das dann die Touren weiter fahren konnte. Das alles geschah in nicht einmal einer Stunde, so dass auch an diesem Tag alle Spenden abgeholt wurden - und für die Kunden der Laden zur gewohnten Zeit ganz "normal" öffnete: um 10:00 Uhr mit einem breiten Angebot.

Der Tafel-Vito war schon nach ein paar Tagen wieder hergestellt. Alle hoffen nun, dass wir ganz "normal" weiter unfallfrei fahren können.

Die Waiblinger Kreiszeitung berichtete: "Heinz Stanik freut sich: Die Hilfsbereitschaft unter uns ist wirklich sehr ausgeprägt". Dieses Teamverständnis als "normal" zu erleben ist ein schöner Grund, bei der Weinstadt-Tafel mitzumachen.